Anti-Dive

Anti- Dive verringert das Eintauchen der Vorderachse in die Kurve, wenn der Fahrer am Kurveneingang vom Gas geht, oder die Kurve anbremst. Der vordere Querlenker wird dabei so im Fahrzeug verbaut, das er leicht nach vorne gekippt ist.

Das Thema Anti Dive haben wir noch einmal in einen ToniSport Newsfeed Video detaillierten unter die Lupe genommen: Link zum ToniSport Newsfeed Video Anti Dive

Anti-Dive ist ein Fahrwerksparameter, der auch im 1:10 Onroad RC-Car-Bereich eine wichtige Rolle spielt – besonders im Rennsport, wo es auf maximale Fahrstabilität und Bremseffizienz ankommt.


🚗 Was ist Anti-Dive?

Anti-Dive beschreibt den Widerstand des vorderen Fahrwerks gegen das Einfedern beim Bremsen. Beim Bremsvorgang verlagert sich das Gewicht nach vorne, wodurch die Vorderräder stark einfedern. Anti-Dive reduziert diese Bewegung gezielt, um das Fahrzeug stabiler zu halten.

Dies wird durch eine bestimmte Geometrie der Vorderachse erreicht – genauer gesagt durch:

  • eine ansteigende Position der inneren Querlenkerbefestigung (in Fahrtrichtung gesehen),
  • oder durch Neigung der Querlenker-Ebenen (Chassisaufnahme höher als Radträgerseite).

🔧 Wie wird Anti-Dive eingestellt?

Bei vielen 1:10 Onroad-Chassis ist Anti-Dive durch verschiedene Einsätze, Shim-Setups oder Arm-Mounts einstellbar. Typischerweise wird der vordere innere Querlenker leicht nach oben geneigt, z. B. 1° oder 2°.


⚙️ Auswirkungen auf das Fahrverhalten:

Mit Anti-Dive (z. B. 1–2°):

  • Weniger Nicken beim Bremsen, also ruhigeres Chassis.
  • Stabileres Einlenken, besonders bei starkem Bremsen vor Kurven.
  • Bessere Balance bei High-Speed-Bremsmanövern.
  • Kann leicht das Lenkverhalten verzögern, da weniger Vorderradlast aufkommt.

Ohne oder mit wenig Anti-Dive:

  • Mehr Gewichtstransfer nach vorne → stärkeres Einfedern der Vorderachse.
  • Mehr direkter Lenkbiss, aber instabiler bei starkem Bremsen.
  • Nützlich auf sehr griffigen oder engen Strecken.

📌 Wann einsetzen?

  • High-Grip Onroad-Strecken: Anti-Dive stabilisiert das Auto beim harten Anbremsen.
  • Low-Grip oder sehr technische Strecken: Weniger Anti-Dive für mehr Vorderradgrip und Einlenkverhalten.

🏁 Fazit:

Anti-Dive ist ein gezieltes Setup-Werkzeug für mehr Fahrstabilität beim Bremsen. Richtig eingesetzt, kann es helfen, das Auto kontrollierter und schneller in die Kurve zu bringen – besonders in Hochgeschwindigkeitspassagen. Wie bei allen Fahrwerksparametern gilt: Es muss im Zusammenspiel mit anderen Einstellungen (z. B. Dämpfer, Sturz, Spur) abgestimmt werden.

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